pirmin dahlmeier bruder: In den schroffen Bergen rund um Garmisch-Partenkirchen wuchs eine enge Geschwisterbeziehung heran, die weit über das Gewöhnliche hinausging. Pirmin Dahlmeier, der jüngere Bruder von Laura Dahlmeier, blieb der Öffentlichkeit lange verborgen. Während Laura als Biathlon-Star die Weltmeisterschaften und Olympischen Spiele dominierte, stand er ruhig im Hintergrund – immer da, wenn es zählte. Heute, nach dem tragischen Verlust seiner Schwester, rückt das Leben dieses bodenständigen Mannes stärker in den Fokus.
BIO
| Kategorie | Information |
|---|---|
| Vollständiger Name | Pirmin Dahlmeier |
| Geburtsjahr | ca. 1998 |
| Geburtsort | Garmisch-Partenkirchen |
| Geschwisterstellung | Jüngerer Bruder von Laura Dahlmeier |
| Altersunterschied | Fünf Jahre jünger als Laura |
| Beruf | Raumausstattermeister |
| Arbeitsplatz | Einrichtungshaus Dahlmeier (Familienbetrieb) |
| Vater | Andreas Dahlmeier |
| Mutter | Susi Dahlmeier (geb. Buchwieser) |
| Frühe Sportart | Biathlon (Jugendbereich) |
| Aktuelle Leidenschaft | Bergsteigen |
| Wichtigste gemeinsame Tour | Pik Korschenewskaja (7.105 m, 2023) |
| Wohnort | Garmisch-Partenkirchen |
Wer ist Pirmin Dahlmeier?
Pirmin Dahlmeier kam etwa fünf Jahre nach seiner Schwester Laura zur Welt, also um 1998 in Garmisch-Partenkirchen. Die Familie Dahlmeier ist tief in der Region verwurzelt. Vater Andreas führt das traditionsreiche Einrichtungshaus Dahlmeier und ist selbst passionierter Bergsteiger. Mutter Susi, geborene Buchwieser, war in den 1990er Jahren eine erfolgreiche Mountainbikerin.
Pirmin selbst absolvierte eine Ausbildung zum Raumausstatter und legte 2020 erfolgreich die Meisterprüfung ab. Er arbeitet heute aktiv im Familienbetrieb mit – ein handwerklicher, erdverbundener Beruf, der perfekt zu seiner ruhigen Art passt. Im Gegensatz zu seiner prominenten Schwester suchte er nie das Rampenlicht. Er blieb der zuverlässige Bruder, der im Stillen unterstützte.
Kindheit und gemeinsame Wurzeln in den Bergen
Die Geschwister wuchsen in einer sportbegeisterten Umgebung auf. Schon früh zogen die Berge sie magisch an. Während Laura schnell im Biathlon-Wettkampfsport aufblühte, begleitete Pirmin sie bei vielen Freizeitaktivitäten. Beide teilten die Leidenschaft für Schnee, Fels und die Freiheit in der Natur.
Pirmin war selbst im Jugendbereich im Biathlon aktiv, doch er wählte einen anderen Weg. Statt Profikarriere entschied er sich für das Handwerk und das Bergsteigen als Passion. Die gemeinsamen Touren in den Alpen schweißten die Geschwister zusammen. Sie lernten früh, aufeinander zu vertrauen – eine Fähigkeit, die später bei großen Expeditionen entscheidend werden sollte.
Die besondere Bindung: Abenteuer zu zweit

Eine der prägendsten Unternehmungen der Geschwister war die Expedition ins Pamir-Gebirge in Tadschikistan im Jahr 2023. Gemeinsam bestiegen sie den Pik Korschenewskaja auf 7.105 Metern. Laura teilte auf Instagram ihre Freude: Sie sei dankbar, dieses intensive Abenteuer mit ihrem Bruder teilen zu dürfen. Die abgelegene Bergwelt habe sie tief beeindruckt.
Pirmin erwies sich als besonnener Partner. Laura selbst beschrieb ihn in Interviews als ruhigen, verlässlichen Begleiter. Bei einer weiteren geplanten Besteigung riet sie ihm, allein weiterzugehen, als es ihr nicht gut ging. „Geh du zu, mach keinen Blödsinn“, soll sie gesagt haben. Diese Momente zeigen eine tiefe Vertrautheit und gegenseitigen Respekt.
Für Pirmin waren diese Touren mehr als Sport. Sie waren Ausdruck der lebenslangen Verbundenheit. Während Laura nach ihrer Biathlon-Karriere voll in den Bergsport eintauchte, blieb er ihr Anker in der Heimat.
Pirmin im Schatten der erfolgreichen Schwester
Laura Dahlmeiers Karriere war atemberaubend: Mehrfache Weltmeisterin, Olympiasiegerin 2018 in Pyeongchang und eine der dominantesten Biathletinnen ihrer Zeit. Pirmin erlebte diesen Erfolg aus nächster Nähe mit. Er half zu Hause mit Fanpost, organisierte Dinge im Hintergrund und hielt der Familie den Rücken frei.
Trotz des Rummels um seine Schwester blieb Pirmin bescheiden. Er arbeitete weiter im Einrichtungshaus, legte Böden, polsterte Möbel und gestaltete Räume. Diese Bodenständigkeit gab der Familie Stabilität. Während Laura um die Welt reiste, sorgte er dafür, dass zu Hause alles seinen gewohnten Gang ging.
Die Parallelen sind dennoch spürbar: Beide Geschwister lieben die Herausforderung, beide respektieren die Natur. Doch wo Laura den Wettkampf und die großen Ziele suchte, fand Pirmin Erfüllung in der handwerklichen Arbeit und den stillen Bergmomenten.
Der schwere Tag im Juli 2025
Am 28. Juli 2025 veränderte sich alles. Laura Dahlmeier erlitt beim Abstieg vom Laila Peak im Karakorum-Gebirge in Pakistan einen tödlichen Steinschlag-Unfall. Zusammen mit ihrer Seilpartnerin Marina Krauss war sie in rund 5.700 Metern Höhe unterwegs, als es passierte. Sie starb vermutlich sofort.
Pirmin und die gesamte Familie mussten aus der Ferne mit der Nachricht umgehen. Laura hatte für einen solchen Fall klar verfügt: Keine riskante Bergung, die andere in Gefahr bringt. Die Familie respektierte diesen Wunsch, obwohl weitere Versuche unternommen wurden. Die Trauer in Garmisch-Partenkirchen war spürbar. Der Ort ehrte Laura als Ehrenbürgerin.
Für Pirmin bedeutete der Verlust den Abschied von der engsten Vertrauten. Die gemeinsamen Erinnerungen – an Kindheitstouren, den Siebentausender und unzählige Gespräche – wurden plötzlich kostbarer denn je.
Wie Pirmin heute lebt
Heute arbeitet Pirmin weiter im Familienbetrieb. Das Einrichtungshaus Dahlmeier in Garmisch-Partenkirchen ist nicht nur ein Geschäft, sondern ein Stück Heimat. Zusammen mit Vater Andreas gestaltet er Räume für Kunden und hält die Tradition am Leben.
Die Berge hat er nicht aufgegeben. Die Leidenschaft, die ihn mit Laura verband, trägt er weiter. Er unternimmt Touren, erinnert sich an die gemeinsamen Momente und findet Kraft in der Natur. Die Familie hält zusammen – Mutter Susi, Vater Andreas und Pirmin tragen das Vermächtnis gemeinsam.
In Garmisch gibt es Gedenkorte und Veranstaltungen, bei denen die Familie anwesend ist. Pirmin bleibt dabei zurückhaltend, wie er es immer war. Er spricht nicht viel in der Öffentlichkeit, doch seine Anwesenheit zeigt Stärke und Verbundenheit.
Was die Geschwisterbeziehung uns lehrt
Die Geschichte von Pirmin und Laura Dahlmeier zeigt, wie stark familiäre Bande sein können. Im Erfolg und im Schmerz waren sie füreinander da. Pirmin verkörpert die ruhige, verlässliche Seite – den Bruder, der nicht im Scheinwerferlicht stehen muss, um wichtig zu sein.
Ihre gemeinsame Liebe zu den Bergen erinnert daran, dass Abenteuer immer mit Respekt einhergehen sollten. Laura starb bei dem, was sie liebte. Pirmin trägt diese Haltung weiter, ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren.
In einer Welt, die oft nach Aufmerksamkeit giert, steht Pirmin Dahlmeier für etwas Seltenes: Bescheidenheit, Loyalität und echte Verbundenheit. Er war nicht nur der Bruder einer Berühmten. Er war Lauras engster Vertrauter – und bleibt es in Erinnerung.
Die Berge rund um Garmisch sind heute stiller ohne Laura. Doch in Pirmin und der Familie lebt ihr Geist weiter. Das Leben schön einrichten – das Motto des Familienbetriebs passt auch auf diese Geschichte. Mit Handwerk, mit Natur und mit den Menschen, die einem am nächsten stehen.
FAQs
Wie alt ist Pirmin Dahlmeier?
Pirmin Dahlmeier wurde etwa 1998 in Garmisch-Partenkirchen geboren und ist damit rund fünf Jahre jünger als seine Schwester Laura. Er lebt weiterhin in seiner Heimat und arbeitet im Familienbetrieb.
Welchen Beruf übt Pirmin Dahlmeier aus?
Pirmin ist gelernter Raumausstatter und hat 2020 seine Meisterprüfung abgelegt. Gemeinsam mit seinem Vater Andreas führt er das traditionsreiche Einrichtungshaus Dahlmeier in Garmisch-Partenkirchen.
War Pirmin selbst sportlich aktiv?
Ja, Pirmin war in seiner Jugend im Biathlon unterwegs, hat sich aber bewusst gegen eine Profikarriere entschieden. Stattdessen teilte er mit Laura die Leidenschaft fürs Bergsteigen und begleitete sie auf vielen Touren.
Welche gemeinsamen Abenteuer hatten die Geschwister?
Eines der beeindruckendsten Erlebnisse war 2023 die Besteigung des Pik Korschenewskaja (7.105 m) im Pamir-Gebirge in Tadschikistan. Laura beschrieb diese Expedition später als besonders intensive und schöne Zeit mit ihrem Bruder.
Wie geht Pirmin mit dem Verlust seiner Schwester um?
Pirmin bleibt der zurückhaltende, bodenständige Mensch, der er immer war. Er findet Kraft in der Arbeit, in der Familie und in den Bergen. Gemeinsam mit den Eltern trägt er Lauras Vermächtnis weiter und ehrt ihre Erinnerung in stiller Verbundenheit.




